In Leuben ist die Brücke fertig

Mühlgrabenbrücke wird im Frühherbst fertig

-   Ein vollständiger Abriss und Neubau der Brücke mit größeren Dimensionen war

     dabei auf Grund des Denkmalstatus nicht möglich, eine Verbreiterung auf Grund

     des gegebenen Abstandes der beiden Torpfeiler ohnehin ausgeschlossen.

-    Die Brücke ist ca. 5,5 m breit und ca. 6 m lang. Einschließlich der Straßen-

     und Wegeanpassung erreicht die Brückenbaustelle eine Länge von ca. 25 m.

-    Die städtischen Mühlgrabenbrücke, obwohl ein Denkmal, ist Bestandteil der als

     Gemeindestraße gewidmeten Hofstraße. Damit ist die Gewährung einer

     Zuwendung des Freistaates Sachsen im Rahmen der Förderung des kommunalen

     Straßen- und Brückenbaus zu 90 % der zuwendungsfähigen Kosten möglich und

     auch erfolgt.

 Das Vorhaben wurde von der Stadtverwaltung Oschatz mit Hinzuziehung des

Ingenieurbüros Holger Hantke aus Meißen sowie in Abstimmung mit den

Trägern öffentlicher Belange abgestimmt und vorbereitet.

-    Die Mühlgrabenbrücke in Leuben mit der internen Bezeichnung B 7, befindet sich

     als Teil der Hofstraße (Ortsseite) in der Baulast der Stadt Oschatz.

     Die  Hofstraße einschließlich der denkmalgeschützten Brücke dient als gewidmete

     Gemeindestraße vor allem dem Anliegerverkehr zu den ansässigen

     Grundstücken und besonders dabei auch zum Schlossensemble. Die Hofstraße

     wird dabei auch zum Leidwesen der Anwohner und der Stadtverwaltung Oschatz,

     trotz schlechten baulichen Zustand, im Durchgangsverkehr „rasant“ befahren.

     Der schlechte bauliche Zustand von Hofstraße und Brücke soll nun beginnend mit   

     der Sanierung der kommunalen Mühlgrabenbrücke nach und nach beseitigt

     werden. Nach der städtischen Brückensanierungsmaßnahme in der Hofstraße

     wird dann folgend unter Federführung des Landkreises Nordsachsen und als

     Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Oschatz, der Ausbau der Ortsdurchfahrt

     Leuben (Naundorfer Straße) einschließlich der Dreiecksfläche bis zur städtischen

     Hofstraßenbrücke fortgesetzt. Beginnen wird dabei der Landkreis ebenfalls mit

     einer Brückenbaumaßnahme, nämlich mit dem Neubau der Straßenbrücke über

     den Tümpelbach.

     Nach der Erneuerung der Ortsdurchfahrt mit dem Landkreis, wird dann die Stadt

     Oschatz wiederum die Aktivitäten mit der Sanierung der großen Torpfeiler und   

     anschließend auch mit der denkmalschutzorientierten Sanierung der Hofstraße

     weiterführen.

-    Der normale Alterungsprozess der Brücke über mehr als anderthalb

     Jahrhunderte,  die Belastungen aus der Verkehrsnutzung über Jahrzehnte, aber

     auch die ständig notwendige „Aufrüstung“ mit den Ver- und Entsorgungssystemen     

     über den bisherigen Nutzungszeitraum, führte zu erheblichen Schäden an der

     Brücke. Zuletzt war sie nur lasteingeschränkt benutzbar.

-    Nach öffentlicher Ausschreibung der Brückenbauleistung, bei der die

     bekannte Firma und bewährte Firma Dahlener GmbH den Zuschlag erhielt,

     erfolgte Anfang April der Baubeginn.

-    Begonnen wurde mit dem Abbau des Brückenoberbaus bis auf das   

     Brückengewölbe. Dabei wurden zur Weiterverwendung geeignete Elemente

     aussortiert und von dem Naturstein- und Denkmalpflegebetrieb Witschel aus

     Großenhain wieder aufgearbeitet. Nach der Freilegung des Brückengewölbes

     wurde dann von der Dahlener Bau GmbH mit dem Wiederaufbau des

     Brückenoberbaus begonnen. Dabei wurde von der OEWA eine dringend

     notwendige neue Trinkwasserleitung in den Oberbau integriert. Der Oberbau

     selbst erfolgte statt wie bisher als lose Steinpackung, in Stahlbetonbauweise.

     Damit wird zukünftig auch die volle Belastbarkeit als Straßenbrücke wieder

     sichergestellt. Durch das Einbringen einer modernen, aber nicht sichtbaren

     Brückenabdichtung, wird die Brücke zukünftig vor Wasserschäden gesichert.

     Danach erfolgte das „Verstecken“ des neuen Stahlbetonaufbaus einschließlich

     der erwähnten Abdichtung mit den wiederaufgearbeiteten und auch neuen

     Natursteinmaterialien in der Form der ursprünglichen denkmalgeschützten

     Brückenstruktur. Die Straßenbefestigung mit der Oberflächenwasserableitung

     wird ebenfalls mit Natursteinmaterialien dem Denkmalcharakter angepasst.

-    Die Baukostenentwicklung ist derart, dass zwar ein Nachtragsangebot der

     Dahlener Bau GmbH auf Grund veränderter Leistungen notwendig wurde, aber

     durch gleichzeitigen Entfall von Leistungen, der geplante Kostenrahmen der

     Auftragssumme in Höhe von ca. 123,- € aus gegenwärtiger Sicht eingehalten

     werden wird.

-    Jede Straßen- und Brückenbaumaßnahme ist durch die Aufnahme des

     Straßenbelages mit Sperrungen und Beeinträchtigungen für den Fahrverkehr,

     aber auch den fußläufigen Zugang zu den Grundstücken verbunden.

     Dies ist unvermeidlich. Deshalb gebührt den Anliegern für ihr großes Verständnis

     ein besonderer Dank.