Gedenkstein mit Waage saniert

Gedenkstein in neuem Glanz

Im Jahr 2020 wollte das Waagenmuseum Oschatz ein ganz besonderes Jubiläum feiern: 175 Jahre Waagenbau in Oschatz. Am 26. April 1845 gab Ernst Friedrich Pfitzer die Gründung seiner Firma „Ernst Friedrich Pfitzer – Zeugschmiede“ bekannt. Doch auf Grund der Coronamaßnahmen war ein würdiges Begehen dieses Jubiläums in Form eines Stadtrundganges zu den einstigen Oschatzer Produktionsstätten des Waagenbaues leider nicht möglich. Deshalb freut es uns jetzt umso mehr, dass wir Ihnen die stilisierte Waage, welche seit 1988 an der Bahnhofstraße / Ecke Härtwigstraße in Oschatz steht und auf die langjährige Waagenbautradition in unserer Stadt hinweist, in neuem Glanz vorstellen dürfen.
Der 1988 aufgebaute Gedenkstein in Form einer Großneigungswaage erinnert an die in Oschatz traditionsreiche Waagenfabrikation und wurde anlässlich des 750. Stadtjubiläums von Mitarbeitern der Waagenfabrik „Rapido“ errichtet. Nach Privatisierung der Oschatzer Waagenfabrik 1991/1992 erhielt die Waage das neue Logo der Oschatzer Waagenfabrik GmbH. Doch mit der Zeit ist die Erinnerungskultur daran in Vergessenheit geraten und der Gedenkstein ist immer mehr verwittert.
Die „Oschatzer Waagen GmbH“ hat auf Anregung des Oschatzer Waagenmuseums das Denkmal nun auf ihre Kosten saniert und mit einer neuen Aufschrift versehen.
Die stilisierte Waage erinnert jetzt wieder ansehnlich an den bedeutenden Produktionszweig des Waagenbaues in unserer Stadt und zeigt, dass diese Tradition heute noch durch die „Oschatzer Waagen GmbH“ erfolgreich fortgeführt wird. Nicht nur für die Oschatzer, sondern auch für Touristen, die vom Bahnhof Oschatz in die Innenstadt gehen, soll der Gedenkstein auf den Waagenbau in Oschatz hinweisen.